Das Bausparen wurde bereits vor mehr als 100 Jahren genutzt, um Menschen die Möglichkeit zu schaffen, ein eigenes Haus zu bauen. Das Prinzip des Bauspares ist ganz einfach: Einige Menschen sparen einen Teil ihres Einkommens in einen Bausparvertrag. Haben Sie ihr Sparziel erreicht, können Sie dieses Guthaben sowie ein Darlehen zur Finanzierung ihres Hauses oder ihrer Eigentumswohnung nutzen. Diese Finanzierung wird durch die Einzahlung weiterer Bausparer sowie durch die Tilgungszahlungen der Darlehensnutzer sichergestellt.
Auch heute funktioniert das Bausparen noch nach diesen Prinzipien, obwohl heute auch andere Faktoren Einfluss auf die Zuteilungsreife eines Vertrages nehmen.
Die Ansparphase beim Bausparen
Das Bausparen ist somit in zwei Bereiche unterteilt. Dies ist zum einen die Ansparphase. Während dieser Phase zahlen Sie als Bausparer monatliche Beträge in Ihren Vertrag. Erst dann, wenn Sie die Mindestsumme von 40-50% der Bausparsumme erreicht haben und die Mindestvertragslaufzeit eingehalten haben, ist Ihr Vertrag zuteilungsreif und Sie können das Bauspardarlehen nutzen.
Während dieser Ansparphase erhalten Sie auf Ihr Guthaben eine garantierte Verzinsung, die bei Abschluss des Bausparvertrages vereinbart wurde.
Diese Verzinsung ist oft, im Vergleich zu klassischen Sparanlagen, deutlich höher und kann bis zu 4% p.a. erreichen. Aus diesem Grund nutzen viele Menschen Bausparverträge auch dann, wenn später das Darlehen nicht benötigt wird. Somit sind Bausparverträge reine Sparpläne mit hoher Verzinsung.
Die staatliche Förderung
Neben den bereits hohen Zinsen für das Riester Bausparen können Sie zusätzliche staatliche Förderung erhalten. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Förderungen.
Dies ist zum einen die Arbeitnehmersparzulage. Diese erhalten Sie jedoch nur, wenn Ihr Arbeitgeber Einzahlungen auf den Vertrag leistet. Für bis zu 480 Euro erhalten Sie dann 9% Förderung, sofern Sie die Einkommensgrenzen nicht überschreiten.
Zum anderen kann aber auch die Wohnungsbauprämie genutzt werden. Diese wird seit 2009 jedoch nur noch dann gezahlt, wenn Sie nachweisen können, dass Sie Ihren Bausparvertrag wohnwirtschaftlich verwendet haben. Dies ist beispielsweise beim Kauf einer neuen Einbauküche oder bei Renovierungsmaßnahmen der Fall. Die Wohnungsbauprämie wird für 512 Euro gewährt und beträgt 8,8% p.a.
Durch Zinsen und Prämien können Sie so die Rendite Ihres Bausparvertrages auf bis zu 7% p.a. erhöhen, und dies ganz ohne Risiko.